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Mein Traum von Weilheim im Jahr 2030

Vor einiger Zeit hatte ich einen Traum. Der Traum spielte sich – Zufall oder auch nicht – im Weilheim des Jahres 2030 ab!

In diesem Traum sah ich uns, wie wir uns durch ganz Weilheim auf gut markierten und sicher ausgebauten Rad- und Fußwegen bewegen. Das macht uns so große Freude, dass viele von uns eigentlich gar kein Auto mehr bräuchten. Denn die meiste Zeit steht dieses ja doch in der Garage. Zumal es einen gut getakteten Busverkehr gibt, mit dem wir von 5 Uhr Früh bis Mitternacht bestens mobil sein können.

Rad- und fußgängerfreundliche Stadt

Viele Fahrzeuge haben bereits einen alternativen Antrieb und erzeugen deswegen deutlich weniger Lärm und Abgase als noch im Jahr 2020. In meinem Traum radle ich durch das Weilheimer Moos und überquere die Ammer in der Nähe des Naturfreundehauses – wo zu diesem Zeitpunkt gerade das Komod-Festival zum 13. Mal in Folge stattfindet. Dann radle ich Richtung Osten, zum Gögerl hinauf und setze mich schließlich auf eine Bank. Was habe ich währenddessen in meinem Traum alles gesehen?

Als erstes ist mir aufgefallen, dass es auf einmal wieder so viele Bienen und andere Insekten gibt. Das liegt vielleicht auch an den vielen blühenden Wiesen, die wir jetzt wieder haben – dort wo bis vor ein paar Jahren noch Monokulturen an Mais standen. Dann die himmlische Ruhe auf dem ganzen Weg! Während ich diese Ruhe genieße, erinnere ich mich daran, wie es vor 10 Jahren war, im Jahr 2020 …

Natur, Landschaft und Ruhe waren in Gefahr

Seinerzeit gab es tatsächlich zwei Weilheimer Parteien, die in diese wunderbare Landschaft hinein eine breite Straße bauen wollten. Die eine wollte mit einem riesigen Tunnel das Gögerl durchschürfen. Die andere wollte das Weilheimer Moos samt seinen Naturschutzgebieten mit einem breiten, hohen Damm zerschneiden. Nebenbei wollte sie auch noch ein paar neue Brücken über die Ammer bauen. Gott sei Dank – denke ich mir in diesem Traum – haben die beiden Parteien aber recht bald wieder von ihren Plänen Abstand genommen. Sie haben eingesehen, dass solche Straßenbauprojekte nicht mehr zeitgemäß sind. Stattdessen haben sich damals die Weilheimer in seltener Einigkeit zusammengetan und dem Staatlichen Bauamt mitgeteilt: Entweder es gibt für Weilheim einen Tunnel oder überhaupt keine Umfahrung!

Nachdem der Staat und sein Bauamt unbedingt die B2 als zweite Achse München-Garmisch ertüchtigen wollten, haben die Weilheimer am Ende ihren Tunnel bekommen, oder besser gesagt: eine Planung dafür. Denn natürlich dauert auch hier alles viel länger als ursprünglich gedacht. Glücklicherweise haben die Weilheimer aber schon vor Jahren mit intelligenten Maßnahmen ihren Quell- und Zielverkehr sowie den innerörtlichen Verkehr deutlich reduziert.
Denn hätten sie einzig und allein auf den Bau einer Umfahrung gesetzt, würden sie heute, 2030, immer noch mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen, wenn es um Verkehrsentlastung geht.

Dankenswerter Weise, so habe ich mir in diesem Traum gedacht, haben die Weilheimer damals, vor zehn Jahren, weitsichtige Entscheidungen getroffen!

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